Nenne es wie du willst. Dadurch wird es nicht besser. Es beinhaltet eine gewisse Tragik, Komik... Ich weiss nicht so recht, ob ich darüber lachen oder weinen soll; schmunzeln oder schmollen; kichern oder beschämt zu Boden blicken.Die beste Verhütung dagegen ist, wenn ich die Tatsachen verdränge. Und darin bin ich gut, sogar sehr gut (leider gibt es dafür keine akademische Auszeichnung). Nicht darüber nachdenken, kein Wort darüber verlieren, die Tatsache, das es geschehen ist, ignorieren. Meine Gedanken sind heimlich voll von solchen Erlebnissen. Bin froh, dass es niemand weiss. Wenn man davon ausgeht, dass es niemand verstehen würde, ist es besser so. Oder doch? Bin ich nicht die Einzige? Hoffnung habe ich.
Mädchen, steh zu deine Taten. Auch wenn es nicht gerade Meisterstücke sind. Aber steh wenigsten dazu. Am besten von Anfang an...
Es gibt immer wieder Zeiten, da geschehen in meinen Leben die unmöglichsten Dinge: Ich führe mich peinlich auf... und wohl gemerkt, ich bin keine 20 mehr. In diesem Alter könnte man das noch verzeihen. Weit gefehlt. Ich manövriere mich in die unmöglichsten Lebenslagen und küsse Männer, die ich nicht küssen sollte. Küssen gingen ja noch, aber wir wollen uns ja nicht in den Details verlieren. In den meisten Fällen, zu 99,9%, sind diese Männer vergeben, verheiratet, gebunden, gefangen, (ich habe ein Faible für verschiedene Benennungsmöglichkeiten), so ziemlich nicht mehr zu haben.
Nach über zehn Jahren intensiver Forschung am lebenden Objekt, komme ich der Sache näher. Bindungsangst ist das Lösungswort. Furcht, Heidenangst, Panik, Schrecken, Phobie, Feigheit oder Panik (um ein paar weiter Wörter zu nennen...).
Schleichend kam es daher, und hat sich grossflächig ausgebreitet. Was kann mir schon geschehen, wenn ich es wage? Wenn ich mich darauf einlasse? Wenn ich es zulasse? Leider schleichen sich da viele Möglichkeiten in meine Gedanken. Kontrollverlust, Abhängigkeit, Verpflichtung – die Liste könnte ich endlos weiterführen. Aber es gibt auch noch die guten Seiten: Häufigen Sex, Küssen, jemanden haben, der deine miese Laune vertreibt, der dir Frühstück zubereitet, dich einfach mag, wie du bist. Hm... Tönt eigentlich richtig gut. Die grössere Macht hat leider das Negative. Vergleichbar mit „die Braut, die sich nicht traut“. Spontan eingefallen und ich habe das noch nie so gesehen - aber es passt perfekt.
Am Anfang ist die Spannung, das Neue, das Aufregende, das Unbekannt. Morgens bereits ein SMS „hoffe, du hast gut geschlafen“, am Abend „süsse Träume“. Es regt die Fantasie an, die Träume – wie wäre das Leben mit diesem Mann? Die Freude, dass jemand an dich denkt ist gross. Doch wie lange hält Sie? Schlussendlich bin ich die Verliererin. Ich war auch nur das Neue, das Spannende, der Flirt, das Abenteuer. Und am Ende will Mann die Sicherheit, das Konstante doch nicht aufgeben und man ist Geschichte...
Die Welt ist nun um ein paar sinnlose, alberne, absurde, lächerliche, verrückte und merkwürdige Gedanken reicher.
PS Um die Liste zu ergänzen – Flucht ist auch eine ziemlich gute Variante...

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen