Donnerstag, März 04, 2010

Alte Gewohnheiten

Wieso lasse ich mir das immer wieder gefallen, mit mir machen? Wann lerne ich es denn endlich? Muss ich erst 60ig werden?

Immer sage ich zu allem ja. Lasse es zu, dass andere mein Leben beherrschen. Immer habe ich Verständnis, immer bin ich nett, immer mache ich das Unmögliche möglich. Sage zu allem ja. Lasse alles mit mir machen. Wieso bin ich nett zu Menschen, welche mir keinen Respekt entgegen bringen? 

Ich habe keine Lust mehr! Ich habe keine Lust mehr, immer stark zu sein. Ich will endlich ehrlich geliebt werden...

Dienstag, März 24, 2009

Was wollen meine "Freunde" von mir?

Das überlege ich mir oft. Was wollen meine "Freunde" von mir? Wollen sie mich kennen lernen, wie ich bin, mit all meinen Fehlern und Macken? Akzeptieren sie wie ich bin? Wollen sie wirklich meine Freunde sein? Erhoffen sie meine blinde Unterstützung, bis sie ihr Ziel erreicht haben, und lassen mich dann links liegen?

Für mich ist Freundschaft ein Geben und ein Nehmen. Freundschaft bedeutet Ehrlichkeit, auch wenn der andere es nicht hören will. Freundschaft bedeutet für mich Unterstützung, Distanz, Nähe, Teilen, Lachen, Geheimnisse, Streit und vieles mehr. Das Wichtigste an einer Freundschaft ist für mich die Echtheit und die Ehrlichkeit.

Wieso falle ich immer wieder auf "falsche" Freunde herein? Ich weiss, ich bin zu gutgläubig und sehe in jedem Menschen nur das Positive. Ist grundsätzlich eine gute Eigenschaft - finde ich.

Das schöne ist, ich habe tolle Freunde. Sie sind einzigartig, spezielle und halten in jeder Situation zu mir. Sie sind ehrlich zu mir, sagen mir, wenn ich "sch..." gebaut habe. Sie sagen mir ihre Meinung und ich akzeptiere sie. Und sie akzeptieren meine Meinung. Was gibt es schöneres als so einzigartei Freunde zu haben?! Nichts! Da vergisst man glatt die Freunde, die sich für Freunde ausgeben...

Mittwoch, Februar 25, 2009

Wie lerne ich Schreiben?


Der Rat eines erfahrenen Journalisten auf meine Frage „Wie kann ich Erfahrung im Schreiben sammeln?“ lautete leider „Nachrichten schreiben, Nachrichten schreiben, Nachrichten schreiben. Das ist die beste Übung, um Schreiben zu lernen.“

Um ehrlich zu sein habe ich mir auf meine Frage eine motivierende Antwort erhofft. Etwa im Stil von „schreib Geschichten, Märchen, Krimis, etc“. Hauptsache die Antwort wäre eine Darstellungsform mit Humor oder Emotionen gewesen. Nein, die Antwort war „Nachrichten“. Da komme ich wohl nicht darum herum.

Leider ist es eine der schwierigsten Formen im Journalismus (finde ich). Und wieso soll gerade ICH mit etwas soooo schwierigem beginnen? Ich erinnere mich zu gut an den Kommentar meines Lehrers zu meinem ersten Nachrichtentext (über ein Thema von dem ich keinen blassen Schimmer hatte und rund einen Tag lang „herumgebastelt“ habe): „Wieso ist dein Artikel so wertend?“. Mein erster Gedanke - was ist daran so wertend? Na ja, in der Zwischenzeit weiss ich es. Nun gut, in Zukunft werde ich mein Leben in "Nachrichtenform" verfassen, um Erfahrung zu sammeln.


Montag, Januar 26, 2009

Plötzlich gehört man nicht mehr dazu...


Die Scheidungspapiere sind unterschrieben, der Hausrat aufgeteilt, es sind keine Kinder vorhanden und plötzlich gehört man nicht mehr zur Familie. Das tut weh...

Oft denke ich an die schöne Zeit mit meiner "zweiten" Familie zurück. Es gab lustige und fröhliche Momente, nachdenkliche Momente, interessante Momente, schwierige Momente und viele mehr. All diese schönen Erinnerungen bleiben. Und ab und zu gestatte ich mir in Erinnerungen zu schwelgen.

Ich getraut mich nicht, meine ehemalige "zweite Familie" zu besuchen. Ich habe das Gefühl, dass ich dazu kein Recht mehr habe. Ich gehöre nicht mehr zu Ihrem Leben und will meinem Ex-Partner keine Unannehmlichkeiten bereiten.

Ich freue ich mich jedes mal sehr, wenn ich sie sehe, am Geburtstag an sie denke oder ihnen eine Weihnachtskarte schicke.

Montag, Januar 12, 2009

Zeit für Veränderungen

Wenn nicht jetzt, wann dann! Zeit für Veränderungen. Erster Schritt - 10 kg weniger und wieder Skifahren.

Sonntag, Dezember 28, 2008

Die Zeit nach dem 15. Dezember

Der 15. Dezember gehört der Vergangenheit an. Seither habe ich nicht mehr so viel garbeitet (ausser ich habe aus lauter Gewohnheit die Zeit vergessen), und ich war unterwegs mit Freunden.

In den vergangenen Tagen habe ich mein Jahr 2008 in Gedanken passieren lassen. Ein Jahr voller toller Projekt, verbunden mit viel Arbeit, und ich habe meine Freunde so gut es ging überall unterstützt. Leider habe ich viel zu wenig für mich getan. Das einzige das ich mir als Geschenk gemacht habe, waren Ferien in Ecuador.


Wie kann ich mich bloss vergessen? Damit ist jetzt Schluss. Ab jetzt zählt, was ich will, was mir Spass macht! Und dann kommen alle anderen...


Ab jetzt werden alle meine Ideen, Wünsche, etc. in die Tat umgesetzt und verpuffen nicht wie eine Sternschnuppe in meinen Gedanken. Freut euch darauf!

Sonntag, November 30, 2008

Verstaubt

Die Wohnung setzt ganz langsam Staub an, ein leichter Film auf den Buchrücken, beim Öffnen des Fensters wirbelt der Staub durch die Wohnung und zwischen unterschiedlichen Gegenständen bilden sich „Spennhopele“. Die weissen Bilderrahmen nehmen die Farbe von hellem Grau an und morgens muss erst das Bügeleisen in Betrieb genommen werden, damit man frisch angezogen aus der Wohnung gehen kann, falls die Wäsche gewaschen ist. Freunde rufen an, vergeblich. Antwort erhalten sie selten und wenn, fängt der erste Satz mit einem „Sorry, aber... „ an. Und dies auch nur, falls man in diesem Stadium noch Freund hat.

Arbeit ist schön, Arbeit gehört zum Leben, Arbeit mach Spass, ganz sicher, wenn man den Erfolg der Arbeit ernten kann. Wie entstehen aus Spass rund 600 Überstunden? Ist es zu viel verlangt, dass man seine Arbeit perfekt machen und das bestmögliche rausholen will? Was, wenn andere den Applaus für den Erfolg ernten, für den man sich abgerackert hat?

Aus diesen zwei Teilen besteht mein momentanes Leben. Ein tristes Leben, falls dies überhaupt als Leben bezeichnet werden kann. Das Ende ist in Sicht, falls ich dort ankomme: 14 Tage, oder 336 Stunden, oder 20‘160 Minuten, oder 1‘209‘600. Noch so lange dauert es, bis dem Leiden der unzähligen Überstunden ein Ende gesetzt wird.

Passend zum heutigen Tag, mein Horoskop: Mars ist in Konflikt mit Ihrem Geburtsstern Venus - Sie können nicht ohne Leidenschaft agieren. Zeit, diese Leidenschaft in meinem Privatleben einzusetzen.

Spass muss sein! Guetzli backen mit dem Gottemeidli, mit der Freundin bis tief in die Nacht diskutieren, einen Weihnachtsmarkt besuchen und sich den Hinter abfrieren, 400 Franken für einen Hosenanzug ausgeben, ganz viele Freunde einladen und sie bekochen, mit einem lieben Freund sinnlos Wein trinken und guten Sex haben (nein Jöri, es geht dich nichts an, mit wem ich Sex hatte) – es gibt viel nachzuholen. Die Wohnung ist geputzt, die Kleider sind gewaschen – ich bin bereit für den 15. Dezember J